Ausserordentlicher Missionsmonat Oktober 2019

Den Monat Oktober 2019 hat Papst Franziskus als einen ausserordentlichen Monat der Mission ausgerufen. Im Mittelpunkt dieser Initiative stehen das Gebet, das Zeugnis und die Reflexion über die Bedeutung der Mission.

In Einsiedeln begehen wir diesen Missionsmonat, indem wir täglich die Abendmesse mit einem Priester aus einem «Missionsland» feiern und anschliessend gemeinsam den Rosenkranz um die Ausbreitung des Glaubens beten. Gleichzeitig entdecken wir in diesem Monat das Leben des hl. Wolfgang neu, der Mönch in Einsiedeln war, als Missionar bei den Ungarn wirkte und 994 als Bischof von Regensburg starb.

Täglich im Monat Oktober:
17.30 Uhr Eucharistiefeier in der Gnadenkapelle (ausser samstags)
18.10 Uhr Rosenkranz und Gebet zum hl. Wolfgang

Ausländische Priester als Gast-Zelebranten

Normalerweise stehen die Priestermönche des Klosters Einsiedeln den Eucharistiefeiern in der Gnadenkapelle vor. Für den ausserordentlichen Missionsmonat 2019 haben laden wir jedoch Priester ein, die ihre Wurzeln im Ausland haben und aus unterschiedlichen Gründen in der Schweiz wirken. Viele von ihnen kommen aus einem klassischen «Missionsland», wo früher auch Missionare aus der Schweiz gewirkt haben.

Heute verläuft die Missionsbewegung in die Gegenrichtung: In der Schweiz sind wir auf Priester aus dem Ausland angewiesen, damit das sakramentale Leben in den Ortskirchen gewährleistet ist. Wir erfahren auswärtige Priester also als Geschenk und als Bereicherung für unsere Schweizer Kirche. Das möchten wir auch in Einsiedeln deutlich machen und freuen uns, folgende Priester bei uns begrüssen zu dürfen:

Rosenkranz für die Mission

Im Anschluss an die Abendmesse (ca. 18.10 Uhr) beten wir den Rosenkranz, welcher ebenfalls ganz im Zeichen der Mission steht. Zusammen mit dem Gastzelebranten betrachten wir die Geheimnisse des Lebens, Sterbens und der Auferstehung Jesu und bitten zusammen mit der Gottesmutter Maria um die Ausbreitung des Glaubens auf der ganzen Welt.

Gebet zum heiligen Wolfgang

Das Rosenkranzgebet schliesst mit einem Gebet zum heiligen Wolfgang von Regensburg.

Wolfgang wurde um 924 in Pfullingen (Baden-Württemberg) geboren und stammte aus einer edelfreien Familie. Er erhielt an der Klosterschule Reichenau und an der Domschule Würzburg eine gute Ausbildung. 956 berief ihn sein Studienfreund Erzbischof Heinrich nach Trier, wo er die Leitung der Domschule übernahm. 965 wurde er Mönch im Kloster Einsiedeln wo er 968 von Bischof Ulrich von Augsburg zum Priester geweiht wurde. 971 ging Wolfgang als Missionar nach Ungarn, um dort den christlichen Glauben zu verkünden. Doch bereits 972 wurde er zurückgerufen und zum Bischof von Regensburg geweiht. 975 gründete Wolfgang dort eine Domschule mit Chor, aus dem die heutigen Regensburger Domspatzen hervorgingen. Er starb am 31. Oktober 994 auf einer Reise durch Österreich im Alter von 70 Jahren in Pupping bei Linz.

Der heilige Wolfgang ist für uns ein Vorbild, wie man mit dem Ohr am Herzen Gottes und mit der Hand am Puls der Zeit sein kann. Der heilige Wolfgang hat nicht nur als Missionar in Ungarn den Glauben verkündet. Auch als Lehrer, Mönch und Bischof war er unermüdlich für das Reich Gottes im Einsatz. Gerade diese Vielfalt in seinem Wirken lädt uns ein, an unserem je eigenen Ort mitzuwirken, dass die Botschaft Jesu die Herzen der Menschen erreichen kann.

P. Philipp Steiner OSB, Wallfahrtspater


Gedruckt am 15.12.2018 / www.wallfahrt-einsiedeln.ch, © 2018 Kloster Einsiedeln